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H.
Hinweg mit Kaͤlt' und Haß und Streit, Iſt dir vom Freund geſchehn ein Leid: Oft ſchmerzt dich, uͤbt' er ſtreng nur Pflicht, Oft kraͤnkt' er dich und wußt' es nicht.
In deiner Jugend halt dabey, Daß, was du ſchaffſt, auch tuͤchtig ſey: Der Mann das nimmer ſchoͤn vollbringt, Was nicht dem Knaben gut gelingt.
K.
Kein Freund iſt, wer dich tadelt nicht, Und viel von deinem Vorzug ſpricht: Gar ſelten geht von Herzensgrund, Was allzulieblich fließt vom Mund.
L.
Laß nie verwirrn und beugen dich, Ob dein Bemuͤhn geht hinter ſich: Wenn ſonſt nichts, lern' am Lauf der Welt, Er ſey auf Wechſel ſtets geſtellt.


