Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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umher ſo duſter färbte. Es war eine Leiche im Hauſe, man mußte dies ſchon fühlen, wenn man es nicht an allen den Vorbereitungen geſehen hätte, die getroffen wurden.

Seit dem Prozeſſe Graf Hornecks, der nun ſchon beinahe dreiviertel Jahre alt war, konnte es im fürſtlichen Schloſſe nicht mehr zum rechten Leben kommen; die Herr⸗ ſchaft wollte keine Geſellſchaft um ſich ſehen, und die Ge⸗ ſellſchaft kam auch nicht, denn jene Geſchichte hatte doch einen böſen Fleck zurückgelaſſen, an den Niemand gern rühren mochte. Fürſtin Mathilde war außerordentlich verſtimmt, ſei es nun, daß ſie ſelbſt der Vorwürfe ihres

Geyiſſens ſich nicht entſchlagen konnte, ſei es darüber, daß

Victor immerhin noch ſo guten Kaufes davon gekommen war. Niemand mißbilligte die kaiſerliche Entſchließung, Alle ſchienen der Anſicht zu ſein, daß dem Grafen beinahe noch zuviel geſchehen war.

Die Flucht Eva's mit ihrem Kinde trug in der näch⸗

ſten Umgebung der Fürſtin gewiß nicht wenig zu dieſem

Urtheile bei. Alle hatten die ſanfte, leidende Frau lieb⸗ gewonnen und bemitleidet, und wenn fie ſich nun frei⸗

willig, ſogar unter ſo beſonderen Umſtänden, von ihrer Grabowski, Schickſal und Schuld. III. 15