Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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bedroht, begriff aber auch, daß er gegen dieſen energiſchen Entſchluß Nichts mehr einzuwenden vermochte; für den Augenblick mußte er ſich fügen, denn er beſaß nicht die Mittel, um einen entſchiedenen trotzigen Wiederſtand durch⸗ zuführen, aber er behielt ſich die Gegenwehr auf eine ge⸗ legenere Zeit vor und machte eine freundliche Miene, während in ſeinem Herzen Wuth und Rache kochten. Er ſpielte dieſe Rolle ganz vortrefflich; die edle Gemüthlichkeit ſeines Schwagers ſicherte ihm früher oder ſpäter doch den Sieg.

Man wird wohl nicht daran zweifeln, daß die Fürſtin

ebenſo unaufrichtig ſich gab, wiewohl ſie dabei nicht in

offenem Einverſtändniſſe mit Graf Stephan handelte. Wäre ihr Sohn jetzt allein zurückgekommen, ſo wäre es ihr vielleicht Ernſt damit geweſen, ſich wieder nahe an ihn anzuſchließen, weil ſie eben ſeiner zu bedürfen glaubte, aber der Zwang, den ſie ſich heimlich wegen der verhaßten Schwiegertochter auferlegen mußte, trennte ſie unwiderruflich von ihm; es trat hier ſogar eine Art Eifer⸗ ſucht in das Spiel, die zu allgewöhnlich iſt, als daß man ſie noch zu erklären brauchte.

Eva's beſcheidenes und doch ſicheres Benehmen mußte

übrigens Anerkennung finden; ohne alle Anmaßung fühlte