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eigenen Einfluß vielleicht überſchätzend, für Pflicht, dieſes Band wieder feſter knüpfen zu helfen.
Die Familienverhältniſſe waren ihr durch ihren Mann genügend bekannt geworden, und ſie fürchtete beinahe die Fürſtin; deshalb brachte ſie mit dieſem Entſchluſſe kein kleines Opfer. Wie es aber auch kommen mochte, ſie war überzeugt, daß Victor ihr getreu zur Seite ſtehen würde.
Noch in letzter Zeit hatte er ihr einen neuen Beweis ſeiner Liebe und treuen Fürſorge gegeben, ohne jede An⸗ regung ihrerſeits, wahrſcheinlich nur durch die neuaufge⸗ friſchte Erinnerung an ſeine Familienverhältniſſe dazu be⸗ wogen; er ließ ihr nämlich die dreißigtauſend Thaler, über die er augenblicklich noch ganz frei verfügte, als ihr unbeſchränktes Eigenthum gerichtlich verſchreiben und de⸗ ponirte das Kapital für ſie; ihren liebevollen Einwendun⸗ gen ſetzte er entgegen, daß ſie ſeiner Mutter gegenüber dadurch eine unabhängigere Stellung einnehmen werde.
Nit ziemlich ſchweren Herzen begab ſich das Ehepaar auf die Reiſe, nachdem die Fürſtin in noch beſtimmterer Form und dringender ihre Einladung wiederholt hatte.
Der Empfang, der ihnen zutheil wurde, mußte ſie angenehm überraſchen. Wurde Eva ſchon durch die äußere Pracht des fürſtlichen Schloſſes beinahe geblendet, ſo ließ


