Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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dem Glauben zu beſtärken: Egmont denke gar nicht an eine ernſthafte Neigung zu der Förſterstochter, ſondern habe bei der Bekanntſchaft mit ihr nur ſeiner augenblicklich

erregten Leidenſchaft Folge gegeben. Sie verabredeten,

was ferner geſchehen ſolle, um dieſe Gelegenheit zum Vor⸗

theile der eigenen Wünſche auszubeuten, und endlich war

man dahin überein gekommen, der Verwundete ſolle, ſo

bald es der Arzt geſtattete, nach dem Schloſſe gebracht

werden, Ida für einige Zeit zu der Gräfin herüber ziehen

und ſich an Egmont's Pflege betheiligen, was ihn günſtig

für ſie ſtimmen mußte. Es galt nur noch, ſie ſelbſt für

dieſen Plan zu ſtimmen, und ihre Mutter unternahm dies

ſogleich; an der Einwilligung des Barons zweifelte ſie

nicht, da dieſer ihr die Sorge um die Tochter ausſchließlich

überließ.

Liebe Ida, begann die Baronin flüſternd, nachdem ſie ſich vertraulich neben ihre Tochter geſetzt hatte,die Gräfin bittet mich, Dir zu geſtatten, daß Du ihr einige Zeit in Breitenſee Geſellſchaft leiſteſt und ſie bei Egmont s Pflege unterſtützeſt. Was meinſt Du dazu? 3

Ich weiß wirklich nicht, ob ich es thun kann, ant⸗ wortete dieſe überlegend, denn noch kämpfte der Stolz mit der Liebe in ihr;bedenke dieſes eigenthümliche Ver⸗ hältniß Egmonts, das obenein allgemein bekannt geworden iſt; was ſollte man denken, wenn ich