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dem Glauben zu beſtärken: Egmont denke gar nicht an eine ernſthafte Neigung zu der Förſterstochter, ſondern habe bei der Bekanntſchaft mit ihr nur ſeiner augenblicklich
erregten Leidenſchaft Folge gegeben. Sie verabredeten,
was ferner geſchehen ſolle, um dieſe Gelegenheit zum Vor⸗
theile der eigenen Wünſche auszubeuten, und endlich war
man dahin überein gekommen, der Verwundete ſolle, ſo
bald es der Arzt geſtattete, nach dem Schloſſe gebracht
werden, Ida für einige Zeit zu der Gräfin herüber ziehen
und ſich an Egmont's Pflege betheiligen, was ihn günſtig
für ſie ſtimmen mußte. Es galt nur noch, ſie ſelbſt für
dieſen Plan zu ſtimmen, und ihre Mutter unternahm dies
ſogleich; an der Einwilligung des Barons zweifelte ſie
nicht, da dieſer ihr die Sorge um die Tochter ausſchließlich
überließ.
„Liebe Ida,“ begann die Baronin flüſternd, nachdem ſie ſich vertraulich neben ihre Tochter geſetzt hatte,—„die Gräfin bittet mich, Dir zu geſtatten, daß Du ihr einige Zeit in Breitenſee Geſellſchaft leiſteſt und ſie bei Egmont s Pflege unterſtützeſt. Was meinſt Du dazu?“ 3
„Ich weiß wirklich nicht, ob ich es thun kann,“ ant⸗ wortete dieſe überlegend, denn noch kämpfte der Stolz mit der Liebe in ihr;—„bedenke dieſes eigenthümliche Ver⸗ hältniß Egmont’s, das obenein allgemein bekannt geworden iſt;— was ſollte man denken, wenn ich—“


