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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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caiſens augenſcheinlich tiefe Beſtürzung, den ſchnellen Wechſel von Röthe und Bläſſe auf ihren Wangen und die angſtvollen Blicke, die aus ihren Augen auf ihn fielen, nicht zu erklären; zu einer Frage war aber keine Zeit mehr, denn ſchon hatte die Dame mit mühſam errungener Faſ⸗ ſung den Befehl gegeben, Eugen ſogleich vorzulaſſen, und ſich erhoben, um dieſem entgegen zu gehen, woran ſie in⸗ deſſen ihre Aufregung verhinderte.

Die Thüre öffnete ſich, und der Vicomte Salvandy trat in das Zimmer. Einen nach langer und gefahrvoller Trennung zu der Braut zurückkehrenden Liebenden, dem die Sehnſucht und Freude des Wiederſehens jeden Moment längeren Verzuges unerträglich machte, hätte Graf Her⸗ villy zu ſeiner vollſtändigen Beruhigung aber ſicher nicht mit dem ſchärfſten Auge in dem Vicomte erkennen können; da war keine Spur von einer ſolchen freudigen Haſt, kein Wiederſchein des Glückes auf den ernſten und kalten Zügen Eugens, und ſchwebte auf ſeinem Geſichte auch einen Augenblick ein erzwungenes freundliches Lächeln, ſo wich dieſes doch ſogleich, als er bemerkte, daß das Fräulein nicht allein ſei. Sich flüchtig gegen Hervilly, der ihm aus früherer Zeit her nur wenig bekannt war, verbeugend, näherte er ſich mit einer gewiſſen Befangenheit, die ihn anfangs auch verhinderte, Francaiſens Verlegenheit wahr⸗