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Sie werden erwarten, etwas von der ſchönen Ida zu hören. Einen Blick ausgenommen, den ich auf ihre ſchöne, durch das Gehölze ſchimmernde Equipage warf, habe ich ſie nicht geſehen, ſeit Sie Paris verließen. Ich habe das Geſandtſchaftshotel zwei⸗oder dreimal be⸗ ſucht, ohne jedoch das Glück zu haben, ſie ſehen zu kön⸗ nen. In der vergangenen Nacht brachte ich einige Mi⸗ nuten in ihrer Loge in der Oper zu, und obſchon der Frohſinn des Weibes eben ſo oft das Reſultat der Verzweiflung, als das der Freude iſt, ſo wäre ich doch geneigt zu ſagen, daß ich ſie nie ſo freudvoll ſah. Zuverläſſig ſah ſie niemals liebenswürdiger aus. Sie mögen ſie vielleicht an einem andern Platze in ihrer edlern und mehr weiblichen Lauue zu ſehen gewünſcht haben; aber gerade als ich mir das Vergnügen ma⸗ chen wollte, ſie mit dem lockern Montesquieu aus dem Hotel de Rouilly in einem Haufen politiſcher Intrigan⸗ ten ſprechen zu hören, welche glaubten, von ihr die Geheimniſſe des Fürſten erforſchen zu können(wie wenn er ſie jemals mit etwas Anderm als mit dem bekannt gemacht hätte, was er in Umlauf gebracht wiſſen wollte), gerade als ich mir das Vergnügen machen wollte, mich an den Mienen von einer Art von Putzſchachtel⸗Staatsweibern zu ergötzen, mit welcher ſie es wagte, mit Lafitte und Paſſy mit der Kühnheit eines Kindes zu debattiren, welches die Drähte einer electriſchen Batterie berührt, da bemerkte ich die freu⸗ dig triumphirende Miene, unter welcher die enttäuſchte Kokette die hyſteriſche Aufregung ihres Herzens zu ver⸗ bergen ſuchte.
Wenn dieſe wilden Aufregungen nicht wären, ſo würde ich nie geglaubt haben, daß ſie ein Herz habe. Sie hatte in den letzten zwei Jahren ihr Spiel ſo gut geſpielt, daß ich glaubte, ſie habe ein gerade ſo eiſiges Temperament wie ihr Mann. Es beweist, daß ſie ſolches Eis wie das iſt, unter welchem die ungeſtümen Waſſer der Neva dem Ocean zuſtrömen, nicht hat, und


