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im nächſten Winter Paris erfreuen ſoll, die berühmte Madame Malibrane doppelt zu ſchätzen.
Jener Abend war der angenehmſte, den ich in mei⸗ nem Leben zubrachte! Das Buckingham'ſche Haus iſt eine Reſidenz, von der ich wohl manchmal geträumt, die ich aber nie verwirklicht geſehen habe. Die Pracht des alten Hotels des Faubourg St. Germain, zu wel⸗ chem ich meine Großmutter hie und da begleitete, iſt hier mit einem Grade von Behaglichkeit und Gemüth⸗ lichkeit verbunden, welche dieſem glücklichen Lande be⸗ ſonders eigen zu ſein ſcheinen. Ich lernte die Mädchen der Herzogin kennen, deren Erziehung ſie trotz der Würde, mit welcher ſie ihren Platz in der Welt als grande dame behauptet, die zärtlichſte mütterliche Aufmerkſamkeit widmet, ebenſo ſah ich nie eine ein⸗ fachere und glücklichere Familie.
Sie gaben ſich ſo viel Mühe, mir Alles das zu zeigen, was der meiſten Aufmerkſamkeit in ihrer rei⸗ chen Gallerie würdig war, welche nicht nur zahlloſe Meiſterwerke, ſowohl von Malern und Bildhauern, ſondern auch viele Familienportraits von weit größe⸗ rem Intereſſe für mich enthält, daß ich nicht im Stande war, ein Wort mit Elvinston zu wechſeln, ehe wir in der Oper zuſammen trafen. Hier blieb er den ganzen Abend bei uns, eine Aufmerkſamkeit, welche in London nicht, wie in Paris oder Petersburg, lächerlich erſcheint. Da die Loge der Herzogin ſehr groß iſt, wurden mir im Laufe des Abends vi le Beſuche vorgeſtellt, deren Namen mit gemeinſchaftlichen Begebenheiten verknüpft find, und deren Manieren ſo artig und einnehmend, wie die des feinſten Pariſers waren. Was konnte Alfred meinen, indem er dieſe Leute gewöhnlich ungebildet nannte?.„
Am nächſten Sonntage ſah ich einer harten Prü⸗ fung entgegen. Es war mein erſter Sonntag in einem proteſtantiſchen Lande, und ich beobachtete die Miene meines Gemahls ängſtlich, weil ich fürchtete, ſie durch


