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liegen ſah, und fragte Hamlyn:„Die Stelle eines Conſuls in Tanger ſoll wohl für einen Ihrer nahen Deranditn ſein, da Sie eine ſolche Wichtigkeit darauf egen?“ 4
„Sie iſt für Einen, welcher mir und meiner Familie ſeit zwanzig Jahren treu gedient hat,“ entgegnete der Bankier, und Crawley, der ſein Wort bereits an Ham⸗ lyn verpfändet hatte, mochte nun dieſer treue Diener der Kellner Ramſay oder eines ſeiner Chaiſenpferde ſein, war ein wenig in Sorgen, zu wiſſen, wer denn der beabſichtigte Conſul ſein werde.
Lord Crawley hatte allerdings die Schwäche nicht, ſich über Kleinigkeiten zu verwundern, aber doch war er hoch erſtaunt zu hören, daß ſein Freund ein ſo güti⸗ ger Mann ſei, daß er die künftigen hohen Dienſte des getreuſten Oberſchreibers in der Welt dem Wunſche, ihm eine unabhängige Stellung zu verſchaffen, aufopfere. Die Politik der Dowring⸗Straße, in welcher die Mini⸗ ſter wohnen, und welche heißt:„Nichts für Nichts,“ ſchrieb er auch der übrigen Menſchenwelt zu, wenn ſie nicht entfernt die Geſchäſte eines Miniſters hatte, und dachte deßhalb, der künftige Conſul müſſe dem Bankier ganz außerordentliche Dienſte geleiſtet haben, daß er eine Handlung ſolcher Aufopferung zu ſeinen Gunſten begehe. Nach dieſen Dienſten, welche ſie immerhin ſein mochten, glaubte der geheime Sekretär nicht fragen zu müſſen. Wenn der künftige Conſul von Tanger ver⸗ ſprochen hatte, eine Maßregel der Lombard⸗Straße, die er bisher angefeindet hatte, in Ruhe zu laſſen, und(was er vielleicht früher gleichfalls gethan haben konnte) lange Reden gegen einen Vorſchlag, den Hamlyn vielleicht gerade in der Taſche hatte, und vor dem Parlamente zu vertheidigen pflegte, nicht mehr zu halten, eine Ver⸗ muthung, die ſich Lord Crawley aufdrängte, ſo glaubte der geheime Staatsſekretär, ſich um Sachen, wie Voll⸗ machten und Obligationen eines Bankierhauſes ſind, nicht bekümmern zu dürfen. Deßhalb nahm er mit einſchmei⸗


