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Der Dorfprediger von Wakefield : eine Geschichte, die er selbst geschrieben haben soll
Entstehung
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wandten, der ein wenig zur Relancholie ge⸗ neigt iſt, aufgeraͤumt zu erhalten ſuchen, und dabey lernt er das Waldhorn blaſen. Meine alteſte Tochter bedauret ihn noch oft, und hat mir ſogar geſagt,(aber ich halte das ſehr ge⸗ heim,) daß ſie ſich wohl erweichen laſſen moͤch⸗ te, wenn man ſich auf ſeine Beſſerung verlaſ⸗ ſen koͤnnte. Aber wieder zu meiner Erzaͤhlung, denn ich bin kein Liebhaber von den Einſchieb⸗ ſeln; als wir uns zu Tiſche ſetzen ſollten, waͤ⸗ re das Euinblimentiten bald wieder eben ſo arg geworden, als in der Kirche. Die Frage war, ob meine aͤlteſte Tochter, als eine laͤugſt verhey⸗ rathete Frau, nicht uͤber den beyden Braͤuten ſi⸗ tzen muͤßte: allein, dem Streite ward durch meinen Sohn George bald ein Ende gemacht, welcher vorſchlug, die Geſellſchaft ſollte durch einander ſitzen, wie es kaͤme, jeder mit ſeiner Geliebten. Dieß ward von allen mit groſſem Beyfall aufgenommen, ausgenommen von mei⸗ ner Fran, die, wie ich merken konnte, nicht ſo recht damit zufrieden war, weil ſie erwarter hatte, man wuͤrde ihr das Vergnuͤgen machen, ſie obenan zu ſetzen, damit ſie der ganzen Ge⸗ ſellſchaft von allen Schuͤſſeln haͤtte vorlegen koͤnnen. Dem ungeachtet aber iſt es unmoͤg⸗ lich, zu beſchreiben, wie gut aufgeraͤumt wir waren. Ich kann nicht ſagen, ob wir mehr Lhis hattenn als gewoͤhnlich, aber das ug

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