49. Schaͤdliche Wahrheit, ich ziehe ſte vor 3 Irrthum. Wahrheit heilet den Schmerz, den ſie vielleicht uns erregt. 50. Schadet ein Irrthum wohl? Nicht immer; aber das Irren Immer ſchader's. Wie ſehr, ſieht man am Ende des Wegs. 51. Fremde Kinder, wir lieben ſie nie ſo ſehr als die eignen; Jrrthum, das eigene Kind, iſt uns dem Herzen ſo nah. 52. Irrthum verlaͤßt uns nie; doch zieht ein hoͤher Beduͤrf⸗ niß Immer den ſtrebenden Geiſt leiſe zur Wahrheit hinan. 53. Gleich ſey Keiner dem Andern; doch gleich ſey Jeder dem Hoͤchſten. Wie das zu machen? Es ſey Jeder vollendet in ſich. 54. Warum vill ſich Geſchmack und Genie ſo ſelten verei⸗ nen? Jener fuͤrchtet die Kraft; dieſes verachtet den Zaum. 55. Fortzupflanzen die Welt ſind alle vernuͤnft’ge Discurſe Unvermoͤgend; durch ſie kommt auch kein Kunſtwerk hervor. 56. Welchen Leſer ich wuͤnſche? den Unbefangenſten, der mich, Sich und die Welt vergißt, und in dem Buche nur lebt.
dem nüuͤlichen
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