Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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21. Wie im Winter die Saat nur langſam keimet, im Sommer

Lebhaft treibet und keift, ſo war die Neigung zu dir. 22.

Immer war mir das Feld und der Wald, und der Fels

und die Gaͤrten Nur ein Naum, und du machſt ſie, Geliebte, zum Ort.

23. Raum und Zeit, ich empfind' es, ſind bloße Formen des Auſchauns, Da das Eckchen mit dir, Liebchen, unendlich mir ſcheint. 24. Sorge! ſie ſteiget mit dir zu Roß, ſie ſteiget zu Schiffe; Viel zudringlicher noch packet ſich Amor uns auf.

25. Neigung beſiegen iſt ſchwer; geſellet ſich aber Gewohn⸗ heit, Wutzelnd, allmaͤhlig zu ihr, unuͤberwindlich iſt ſie. 26. Welche Schrift ich zwei, ja drei Mal hinter einander Leſe? Das herzliche Blatt, das die Geliebte mir ſchreibt. 27. Sie entzuͤckt mich, und taͤuſchet vielleicht. O, Dichter und Saͤnger, Mimen! lerntet ihr doch meiner Geliebten was ab. 28. Alle Freude des Dichters, ein gutes Gedicht zu er⸗ ſchaffen, Fuͤhle das liebliche Kind, das ihn begeiſterte, mit.