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Aengſtlich.— Stille, mein Kind! ſtill! und ver⸗ nehme das Wort: Dich hat die Hand der Venus beruͤhrt; ſie deutet dir
leiſe, Daß ſie das Koͤrperchen bald, ach! unaufhaltſam — verſtellt. Bald verdirbt ſie die ſchlanke Geſtalt, die zierlichen Bruͤſtchen. Alles ſchwillt nun; es paßt nirgends das neuſte Ge⸗ . wand. Sey nur ruhig! Es deutet die fallende Bluͤthe dem Gaͤrtner, Daß die liebliche Frucht ſchwellend im Herbſte ge⸗ deiht. 102.
Wonniglich iſt's, die Geliebte verlangend im Arme 3 zu halten, Wenn ihr klopfendes Herz Liebe zuerſt dir ge⸗
ſteht. Wonniglicher, das Pochen des Neulebendigen fuͤh⸗ len, Das in dem lieblichen Schooß immer ſich naͤhrend bewegt.
Schon verſucht es die Spruͤnge der raſchen Jugend; es klopfet Ungeduldig ſchon an, ſehnt ſich nach himmliſchem Licht.
Harre noch wenige Tage! Auf allen Pfaden des Le⸗
beus. Fuͤhren die Horen dich ſtreng, wie es das Schickſal gebeut.


