— 39—
Reue ſoll man doch ein Mahl In der Welt empfinden! So bekennt, vertraut und fromm, Eure groͤßten Suͤnden! Aus des Irrthums falſchen Weiten Sammelt Euch und ſucht, bei Zeiten, Euch zurecht zu finden.
Ja, wir haben, ſey's bekannt! Wachend oft getraͤumet, Nicht geleert das friſche Glas, Wenn der Wein geſchaͤumet, Manche raſche Schaͤferſtunde, Fluͤcht'gen Kuß vom lieben Munde, Haben wir verſaͤumet.
Still und maulfaul ſaßen wir, Wenn Philiſter ſchwaͤtzten⸗ Ueber goͤttlichen Geſang Ihr Geklatſche ſchaͤtzten, Wegen gluͤcklicher Momente, Deren man ſich ruͤhmen koͤnnte, Uns zur Rede ſetzten.
Willſt du Abſolution Deinen Treuen geben, Wollen wir nach deinem Wink Unablaͤſſig ſtreben, Uns vom Halben zu entwoͤhnen, Und, im Ganzen, Guten, Schoͤnen, Reſolut zu leben.


