Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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zꝛ

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Abſchied.

Zu lieblich iſt's, ein Wort zu brechen, Zu ſchwer die wohl erkannte Pflicht, Und leider kann man nichts verſprechen, Was unſerm Herzen widerſpricht.

Du uͤbſt die alten Zauberlieder, Du lockſt ihn, der kaum ruhig war, Zum Schaukelkahn der ſuͤßen Thorheit wieder, Erneuſt, verdoppelſt die Gefahr.

Was ſuchſt du mir dich zu verſtecken! Sey offen, flieh' nicht meinen Blick! Fruͤh oder ſpaͤt mußt' ich's entdecken,

Und hier haſt du dein Wort zuruͤck.

Was ich geſollt, hab' ich vollendet; Durch mich ſey dir von nun an nichts verwehrt; Allein verzeih' dem Freund, der ſich nun von dir wendet, Und ſtill in ſich zuruͤcke kehrt.

Weichſfe.

Auf Kieſeln im Bache da lieg' ich, wie helle! Verbreite die Arme der kommenden Welle, Und buhleriſch druͤckt ſie die ſehnende Bruſt; Dann fuͤhrt ſie der Leichtſinn im Strome danieder; Es naht ſich die zweite, ſie ſtreichelt mich wieder: So fuͤhl' ich die Freuden der wechſelnden Luſt.

Und doch, und ſo tranrig, verſchleiſſt du vergebens Die koͤſtlichen Stunden des eilenden Lebens, Weil dich das geliebteſte Maͤdchen vergißt!

Goethe's Ged. 3