Teil eines Werkes 
3. Bd. (1843)
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Fauſt. Ein Sumpf zieht am Gebirge hin, Verpeſtet alles ſchon Errungne; Den faulen Pfuhl auch abzuziehn, Das Letzte waͤr' das Höͤchſterrungne. Eroͤffn' ich Räume vielen Millionen, Nicht ſicher zwar doch thätig-frei zu wohnen. Grun das Gefilde, fruchtbar; Menſch und Heerde Sogleich behaglich auf der neuſten Erde, Gleich angeſiedelt an des Hügels Kraft, Den aufgewaͤlzt kühn-emſige Völkerſchaft. Im Innern hier ein paradieſiſch Land, Da raſe draußen Fluth bis auf zum Rand, Und wie ſie naſcht gewaltſam einzuſchießen, Gemeindrang eilt die Lücke zu verſchließen. Ja! dieſem Sinne bin ich ganz ergeben, Das iſt der Weisheit letzter Schluß: Nur der verdient ſich Freiheit wie das Leben, Der täglich ſie erobern muß. und ſo verbringt, umrungen von Gefahr, Hier Kindheit, Mann und Greis ſein tuͤchtig Jahr. Solch ein Gewimmel moͤcht' ich ſehn, Auf freiem Grund mit freiem Volke ſtehn. Zum Augenblicke durft' ich ſagen: Verweile doch, du biſt ſo ſchoͤn! Es kann die Spur von meinen Erdetagen Nicht in Aeonen untergehn. Im Vorgefühl von ſolchem hohen Gluͤck Genieß' ich jetzt den höchſten Augenblick. (Fauſt ſinkt zurück, die Lemuren faſſen ihn auf und legen ihn auf den Boden.)

Mephiſtopheles. Ihn ſättigt keine Luſt, ihm g'nügt kein Glück, So buhlt er fort nach wechſelnden Geſtalten; Den letzten, ſchlechten, leeren Augenblick