Teil eines Werkes 
3. Bd. (1843)
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Mephiſtopyeles. Ich bin der Geiſt der ſtets verneint! Und das mit Recht; denn alles was entſteht Iſt werth daß es zu Grunde geht; Drum beſſer wär's daß nichts entſtünde. So iſt denn alles was ihr Sünde, Zerſtörung, kurz das Böſe nennt, Mein eigentliches Element.

Fauft. Du nennſt dich einen Theil, und ſtehſt doch ganz vor mir? Mephiſtopheles. Beſcheidne Wahrheit ſprech' ich dir. Wenn ſich der Menſch, die kleine Narrenwelt, Gewöhnlich für ein Ganzes hält; Ich bin ein Theil des Theils, der anfangs alles war, Ein Theil der Finſterniß, die ſich das Licht gebar, Das ſtolze Licht, das nun der Mutter Nacht Den alten Rang, den Raum ihr ſtreitig macht, und doch gelingt's ihm nicht, da es, ſo viel es ſtrebt, Verhaftet an den Körpern klebt. Von Körpern ſtroͤmt's, die Körper macht es ſchön, Ein Koͤrper hemmt's auf ſeinem Gange, So, hoff' ich, dauert es nicht lange Und mit den Koͤrpern wird's zu Grunde gehn. Fauſt.

Nun kenn' ich deine würd'gen Pflichten! Du kannſt im Großen nichts vernichten„ und fängſt es nun im Kleinen an.

Mepyiſtopheles. Und freilich iſt nicht viel damit gethan. Was ſich dem Nichts entgegenſtellt, Das Etwas, dieſe plumpe Welt,— So viel als ich ſchon unternommen, Ich wußte nicht ihr beizukommen, 8