Mir um das Haupt— Es weht Ein Schauer vom Gewölb' herab und faßt mich an! Ich fühl's, du ſchwebſt um mich, erflehter Geiſt. Enthulle dich! Ha! wie's in meinem Herzen reißt! Zu neuen Gefühlen All' meine Sinnen ſich erwuͤhlen! Ich fühle ganz mein Herz dir hingegeben! Du mußt! du mußt! und koſtet' es mein Leben! (Er faßt das Buch und ſpricht das Zeichen des Geiſtes geheimnißvoll aus. Es zuckt eine röthliche Flamme, der Geiſt erſcheint in der Flamme.) Geiſt. Wer ruft mir? Fauſt(abgewendet). Schreckliches Geſicht! Geiſt. Du haſt mich mächtig angezogen, An meiner Sphäre lang' geſogen, Und nun— Fauſt.
Wehl ich ertrag' dich nicht! Geiſt.
Du flehſt erathmend mich zu ſchauen, Meine Stimme zu hören, mein Antlitz zu ſehn; Mich neigt dein mächtig Seelenflehn, Da bin ich!— Welch erbarmlich Grauen Faßt Uebermenſchen dich! Wo iſt der Seele Ruf? Wo iſt die Bruſt, die eine Welt in ſich erſchuf, und trug und hegte, die mit Freudebeben Erſchwoll, ſich uns, den Geiſtern, gleich zu heben? Wo biſt du, Fauſt, deß Stimme mir erklang, Der ſich an mich mit allen Kräften drang? Biſt Du es? der, von meinem Hauch umwittert,
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