Da flammt ein blitzendes Verheeren
Dem Pfade vor des Donnerſchlags;
Doch deine Boten, Herr, verehren
Das ſanfte Wandeln deines Tags.
Bu Drei.
Der Anblick giebt den Engeln Stärke
Da keiner dich ergründen mag,
Und alle deine hohen Werke
Sind herrlich wie am erſten Tag. Mephiſtopheles.
Da du, o Herr, dich einmal wieder nahſt
uUnd fragſt wie alles ſich bei uns befinde,
und du mich ſonſt gewöhnlich gerne ſahſt;
So ſiehſt du mich auch unter dem Geſinde.
Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen,
Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt;
Mein Pathos brachte dich gewiß zum Lachen,
Haͤtt'ſt du dir nicht das Lachen abgewöhnt.
Von Sonn' und Welten weiß ich nichts zu ſagen,
Ich ſehe nur wie ſich die Menſchen plagen.
Der kleine Gott der Welt bleibt ſtets von gleichem Schlag,
Und iſt ſo wunderlich als wie am erſten Tag.
Ein wenig beſſer wuͤrd' er leben,
Haͤtt'ſt du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur thieriſcher als jedes Thier zu ſeyn.
Er ſcheint mir, mit Verlaub von Ew. Gnaden,
Wie eine der langbeinigen Cicaden,
Die immer fliegt und fliegend ſpringt
Und gleich im Gras ihr altes Liedchen ſingt;
Und läg' er nur noch immer in dem Graſe!
In jedem Quark begräbt er ſeine Naſe.
Der Herr.
Haſt du mir weiter nichts zu ſagen?


