Teil eines Werkes 
3. Bd. (1843)
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Und ſpielen ohne Gage mit.

Was träumet ihr auf eurer Dichter⸗ Hoͤher

Was macht ein volles Haus euch froh?

Beſeht die Gönner in der Nähe!

Halb ſind ſie kalt, halb ſind ſie roh.

Der, nach dem Schauſpiel, hofft ein Kartenſpiel, Der eine wilde Nacht an einer Dirne Buſen. Was plagt ihr armen Thoren viel,

Zu ſolchem Zweck, die holden Muſen?

Ich ſag' euch, gebt nur mehr, und immer immer mehr, So könnt ihr euch vom Ziele nie verirren.

Sucht nur die Menſchen zu verwirren,

Sie zu befriedigen iſt ſchwer

Was fäͤllt euch an? Entzückung oder Schmerzen?

Dichter.

Geh hin und ſuch' dir einen andern Knecht!

Der Dichter ſollte wohl das höchſte Recht,

Das Menſchenrecht, das ihm Natur vergöͤnnt,

Um deinetwillen freventlich verſcherzen!

Wodurch bewegt er alle Herzen?

Wodurch beſiegt er jedes Element?

Iſt es der Einklang nicht, der aus dem Buſen dringt, Und in ſein Herz die Welt zurücke ſchlingt?

Wenn die Natur des Fadens ew'ge Laͤnge, Gleichgültig drehend, auf die Spindel zwingt,

Wenn aller Weſen unharmon'ſche Menge

Verdrießlich durch einander klingt;

Wer theilt die fließend immer gleiche Reihe Belebend ab, daß ſie ſich rhythmiſch regt? Wer ruft das Einzelne zur allgemeinen Weihe, Wo es in herrlichen Accorden ſchlaägt?

Wer laͤßt den Sturm zu Leidenſchaften wuͤthen? Das Abendroth im ernſten Sinne glühn?

Wer ſchüttet alle ſchönen Fruͤhlingsblüthen