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bekommen ſicher viel Feiertagsbeſuch“, tröſtete die gute Dame.„Ich muß aber durchaus hinüber, es giebt heute alle Hände voll zu thun für die Weih⸗ nachtsbeſcheerung!“
„Bekommt Jeder ein Bäumchen?“ lächelte Triefels, indem er mit einem Blick auf die kleine Tanne dank⸗ bar ihre Hand an die Lippen zog.
„Jeder freilich nicht!“ entgegnete ſie geſchmeichelt, „aber Alle zuſammen bekommen einen Baum, den größten und ſchönſten, der nur aufzutreiben war. Und ein kleines Geſchenk bekommt Jeder, ſogar die Fran⸗ zoſen! Es wird wunderſchön; ich freue mich wie ein Kind darauf! Die guten Leutchen werden ſo vergnügt ſein!“
Triefels ſtreifte mit dem müden Blicke des Gefan⸗ genen die engen Wände ſeines Zimmers.„Könnte man dabei ſein!“ äußerte er mit einem leichten Seufzer.
„Ei, warum denn nicht!“ rief die Präſidentin eifrig.„Nichts leichter, wenn Ihnen das Freude macht! Vier oder fünf der Leute werden mit Erlaubniß des Doctors ſammt ihren Betten in den großen Saal ge⸗ tragen, um der Beſcheerung beizuwohnen; gewiß hat er nichts dagegen, wenn man auch Ihr Bett ſachte
hinüberbringt, der Weg führt ja nur die paar Schritte


