189 verheerenden Wetterſtrahle wütheten ihre Schwerter, und es gelang ihnen in dem Au⸗ genblicke zum Könige durchzudringen, als deſ⸗ ſen Pferd von einem Lanzenſtiche getroffen, zu Boden ſtürzte. Raſch gab ihm Rudolf ſein Pferd, und kämpfte zu Fuß, während Sig⸗ mund mit ſeinem Schilde einen tödtlichen Streich von des Königs Haupt zurückhielt.
Endlich ſtürmten auch die zur Hilfe aufge⸗ botenen Schaaren herbei, der König bekam Luft und wurde in Sicherheit gebracht. Auch hier ſuchten ſich nun die Feinde durch Flucht zu ret⸗ ten, und bald war der allgemeine Sieg auf das glänzendſte erfochten. Der König hatte gut die Größe ſeiner Gefahr und den wichtigen Dienſt der beiden Brüder erkannt. Gleich auf dem Schlachtfelde ſchlug er ſie zu Rittern und ſchmückte mit goldenen Ketten ihre Bruſt.— Ritter Heinrich war außer ſich vor Freude.
Der Sieg war ſo entſcheidend geweſen, daß die Feinde Friedensboten in das Lager ſandten, welche auch nach kurzen Debatten


