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Die Thürme von Wüflans, der Historiker und noch einige Kleinigkeiten : Erzählungen / Friedrich Gleich
Entstehung
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man war luſtig, munter und wie gewoͤhnlich bei dieſer Dame, nicht lange, ſo ſaßen wir Maͤn⸗ ner um den großen runden Tiſch, waͤhrend die Damen in einem Nebenzimmer ſich die Zeit mit einem beſcheidenen Lotto vertrieben. Ich hatte an demſelben Tage eine Suumme von achthundert Thalern in Papier empfangen, die ich noch bei mir trug. Es waren die Zinſen des Vermoͤgens von Emilie, die ich ihr gewoͤhn⸗ lich zur Beſtreitung ihrer Toilette ließ. Das Spiel wurde bald unter uns ſehr lebhaft; man hatte mit Thalern begonnen und ſetzte nun Louisd'ore. Emi⸗ lie ſtand von ihrem Platze auf; die Sorge um ihr Kind rief ſie nach Hauſe; ſie trat hinter mei⸗ nen Stuhl, und ſah mich bittend an. Zum Er⸗ ſtenmale war mir ihre Naͤhe laͤſtig, ſie bemerkte dies, und nun wurde ich noch verſtimmter. Aengſtlich warf ſie einen Blick auf mich, dann auf die Andern; der Ausdruck dieſer Geſichter ſchien ihr etwas Ungluͤck weiſſagendes zu haben. Hier ſtarrte ihr die gemeine Habſucht aus ein⸗ Paar aufgeriſſe⸗

nen Augen entgegen, dort der verbiſſene Aerger

oder die elendeſte Schadenfreude.

Der Herr vom Hauſe verlor unter Allen am mehrſten; bleich wie ein Marmorbild ſtand er da; die eine zitternde Hand vermochte kaum die Kar⸗

ten feſtzuhalten, waͤhrend die andere krampfhaft 5 Er zog ſe

geballt unter der Weſte verſteckt war.