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noch das buntfarbige Gewand des Herbſtes, während nun alles kahl war und der Himmel täglich bewölkt erſchien.
Nun erſt bemerkte er die vielen leerſtehenden Paläſte, die eingefallenen Wände und Decken, die zerſchlagenen Thüren und Fenſter, die verwitterten Marmortreppen, und wo ſich hier und da die Armut den leeren Raum angeeignet hatte, hingen nun an den großen Fenſtern mit den gothiſchen oder mau⸗ riſchen Bogenverzierungen die Fetzen und Lappen des Elends widerwärtig heraus. Die unzähligen Schaaren der Krüppel und Bettler, welche die Treppen der Kirchen belagern, verleideten ihm die Bewun⸗ derung der darin aufgeſtellten Kunſtherrlichkeiten und der Kehricht aus den tauſend Häuſern und Gondeln ließ ihn in den Kanälen der inneren Stadt nichts weiter als ſchmutzige Kloaken erkennen. Ueberdies war das Gedränge und Geſchrei in den tauſendfach gewundenen, engen Straßen und auf den unzähligen Brücken, namentlich in der Gegend der Rialtobrücke, ſo unerträglich und ſinnverwirrend, daß er durchaus ohne Bedauern den Tag herannahen ſah, der ihn denſelben Weg zurückführen ſollte, auf dem er vor beinahe zwei Monaten angelangt war.
Lazzaro gab ſich vergeblich alle Mühe, ſeinen


