Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Fragen, und geſtikulirte dabei mit großer Lebendigkeit, indem er hin und wieder nach den Palläſten deutete. Plötzlich zeigte er auch nach dem Ufer hin, wendete ſich dann geheimnißvoll zu ſeinem Paſſagier und ſagte ihm auf italieniſch:„Dort ſehen ſie die größte Schön⸗ heit von Venedig: Signora Aurora.“

Der junge Fremde blickte nach der bezeichneten Gegend hin, und da in demſelben Augenblicke die Gondel an der Treppe der piazetta anlegte, ſo traf es ſich, daß auch Aurora nach ihm hinſah. Die er⸗ regte Stimmung, in welche die Reiſe und der An⸗ blick der Zauberpalläſte Venedigs den jungen Mann verſetzt hatte, machte es natürlich, daß der Anblick von Aurora's außergewöhnlicher Schönheit nicht ohne Eindruck auf ihn blieb. Seine Miene mußte dies ver⸗ rathen, denn es entging dem Gegenſtande ſeiner Be⸗ wunderung nicht.

Der Gondolier ſtieg aus, überließ ſeine Gondel einem ſeiner Bekannten und belud ſich mit den Ef⸗ fecten des jungen Mannes, den er dann bis zu dem wenige Schritte entfernten Gaſthofe geleitete. Unter⸗ wegs bot er dem Fremden ſeine Dienſte als Gondel⸗ führer während deſſen Aufenthaltes an, verſicherte ihn, daß er nirgends beſſer fahren könne als mit ihm, und bat ihn, nur ſtets, wenn er ſeiner. bedürfe, an