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ich nicht liebe? Oder glaubſt Du vielleicht, meine Liebe werde ſich in Seufzen und Lamentiren kund geben? Ich kenne nichts Langweiligeres als ſolch' Geberden. Heirathen ſollen wir Mädchen doch ein⸗ mal, und da ich Richard am liebſten von allen jungen Männern leiden mag, wird er mein Herr Gemal. Ich dachte, Du würdeſt Dich über meinen Genie⸗ ſtreich freuen, meinen raſchen Entſchluß loben, und Du ſiehſt ganz verſtimmt aus.“
„Nun, ich habe nichts dagegen,“ lenkte jetzt Schaller ein,„warum hat er auch nicht früher ge⸗ ſprochen!“
„Iſt es denn zu ſpät?“ frug Thereſe, auf's Neue erſtaunt über ihres Mannes ſonderbares Be⸗ nehmen.
„Toller Streich,“ brummte dieſer vor ſich hin, „kommt das Mädchen nach Haus und hat ſich Hals über Kopf verlobt. Nun, mir iſt alles recht, wenn ſie nur glücklich wird.— Halte Dich bereit, Luiſe,“ fuhr er nach einer Pauſe fort,„wir fahren nach Maienruhe zu Mittag.— Aber wo blieb Otto? Wen hat er denn wieder nach Hauſe begleitet, daß er ſo lange ausbleibt?“
„Ach, das habe ich über die Geſchichte mit Ri⸗ chard ganz vergeſſen,“ antwortete Luiſe.„Otto hat
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