Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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liche Geſtalt, das volle dunkelbraune Haar zu dem heiteren offenen Ausdruck des Geſichts ein reizendes Mädchen von etwa ſiebenzehn Jahren in der Fülle der Geſundheit erkennen ließ.

„Guten Morgen, Papa!“ rief ſie, und indem ſie ſich in einen Seſſel warf, ſetzte ſie hinzu:„Ach, wie müde!“

Schaller, der es kaum erwarten konnte, dem Mädchen ſeine Pläne in Bezug auf den jungen Goldheim mitzutheilen, ſtellte ſich vor ſie hin, be⸗ trachtete ſie eine Zeitlang wohlgefällig und begann dann mit der Frage:

„Nun, Eure Probe hat ja recht lange ge⸗ dauert?“

„Ach, du mein Gott!“ fiel Luiſe ihm raſch in das Wort,„das war eine Noth, bis alles in den richtigen Gang kam! und wenn dann noch die beſten fehlen! Simon Goldheim hat heute auch wieder gefehlt.“

Aha! dachte Papa Schaller, erfreut, daß ſie ihm ſelbſt den Weg bahnte, ſeine Neuigkeit mitzu⸗ theilen.

„So?“ frug er mit ſchlauem Lächeln,„iſt das einer der beſten?“

„Er hält den ganzen Tenor,“ entgegnete Luiſe