— jede Rückkehr in das geſellſchaftliche Leben war ihr abgeſchnitten— ihre einzige Hoffnung auf dieſer Welt er, der einzige Stern zu dem ſie bis jetzt mit Vertrauen und Liebe emporblickte, er, der einzige Gott faſt zu dem
ſie gebetet, er und jetzt— zum erſten Mal der fürch⸗ terliche Verdacht— nein, faſt die Gewißheit ſchon, daß er falſch ſei, das Alles machte ihr Hirn ſchwindeln, jagte ihr das Blut in Fieberſchnelle durch die Adern. Er war ſchuldig— wozu brauchte er denn auch ſonſt ihren Boöten zu fürchten— wozu hätte er— großer allmächtiger Gott— die Sinne vergingen ihr, wenn ſie den Gedanken faſſen wollte— das Kind ermorden laſſen.—
„Gewißheit!“ ſtöhnte ſie mit krampfhaft gefalteten Händen—„BHeiland der Welt gieb mir Gewißheit, nur Gewißheit, und überlaß das Uebrige mir— Richard, Richard, wenn Du Dein Spiel mit mir ge⸗ trieben—“ 5
Ein Stimmengewirr wurde vor der Thüre laut und als ſie dieſe öffnete ſtanden etwa ein halbes Dutzend der Inſulaner davor, von denen einige Fackeln trugen, An⸗
dere den gebundenen Neger in der Mitte führten, Boli⸗
var ſchritt trotzig zwiſchen ihnen einher, den Kopf um⸗
wand eine Binde, und das eine Auge war ihm, vom
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