4
der Stämme waren zurückgeblieben und im weiten Land zerſtreut, wo ſie ſich mit Körbeflechten, oder auch mit der Jagd kümmerlich ernährten.
In dieſer Zeit alſo und etwa im Jahre 1845 hatte ſich auch ein alter Indianer, aus dem Stamme der Winnebagoes, dann und wann in Waterton, ei⸗ nem kleinen Städtchen am Forriver, eingefunden, und für Prairiehühner oder einen gelegentlich erbeu⸗ teten Hirſch, Pulver, Blei, Whiskey und was er ſonſt brauchen mochte, eingetauſcht. Eines Tages aber, ob er nun des Guten ein Bischen zu viel gethan, dder ſonſt vielleicht ſchon vorher krank geweſen, hatte er kaum das gewöhnliche Geſchäft beendet, und einen
Theil ſeines Whiskeys getrunken, als er krampfhafte Zufälle bekam, zu Boden ſtürzte und wenige Minu⸗ ten darauf den Geiſt aufgab.
Allerdings wurde der Doktor— der einzige im kleinen Städtchen und zwar ein Ire— augenblick⸗
lich gerufen— jede Hülfe kam jedoch zu ſpät, der arme alte Mann hatte geendet, und in einem roh gezimmerten Sarge trug man ihn etwa eine eng⸗ liſche Meile von der Stadt fort, wo ein alter„In⸗ dianiſcher Mound“ oder Erdhügel lag, der ſtets von dort vorbeikommenden Wilden beſucht ward und der Begräbnißort eines großen Häuptlings der„Füchſe“ ſein ſollte. Dort, aus einer Art Zartgefühl, das dem armen alten Indianer gerade da ſeine Grab⸗ ſtätte anwies, grub man ihm ſein letztes Bett, und
54


