Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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beruhigendes Mittel verordnete. Sie ſchrieb den ganzen Unfall auch nur der übermäßigen und unmenſchlichen Hitze zu, die gar Niemand aus⸗ halten könne, ohne ohnmächtig zu werden, der nicht gerade von Stahl und Eiſen wäre.

Ruhe war dem armen Mädchen aber beſon⸗

ders nöthig. Sie mußte ihren Geiſt erſt wieder ſammeln, dem zu begegnen, auf was ſie ſich aller⸗ dings die lange Zeit der Seereiſe hatte vorberei⸗ ten können, was aber doch, als es ihr plötzlich ſo nahe gerückt wurde, ſie zu bewältigen und zu entnerven drohte.

Kathrine hielt dabei getreue Wacht und als ſpät am Nachmittag ein Bote kam und anfrug, ob Fräulein Bernold einen Beſuch empfangen würde, wies ihn die Alte mit dem Bedeuten kurz ab, daß ihr Fräulein heute nicht ganz wohl und von der Reiſe noch zu angegriffen ſei. Wer ſie ſpre⸗ chen wolle, möge morgen oder übermorgen wie⸗ der vorfragen.

Es war ein Sonntag Morgen. Wagner hatte ſein gewöhnliches Bad genommen und gefrüh⸗ ſtückt, und ſaß eben noch emſig mit einem Paket