lich geſchrieben, und da— da wollt' ich Sie bitten, ob Sie den nicht einmal für mich leſen möchten.“
„Mit dem größten Vergnügen,“ ſagte von Pick raſch und bereitwillig.
„Ja,“ fuhr Chriſtian, dadurch noch immer um Nichts gebeſſert, fort,„aber— ich muß Ihnen doch erſt ſagen, von wem er iſt.“
„Nun, das werde ich ja wohl aus dem Briefe ſelber ſehen,“ lächelte ſein Miethsmann, der jetzt ſeine ganze Ruhe wiedergewonnen hatte.
„Ja— ſehr wahrſcheinlich,“ ſagte Chriſtian;. —„der Name— der Name ſteht darunter, aber—“
„Aber?“
„Lieber Herr von Pick,“ ſagte Chriſtian ent⸗ ſchloſſen und treuherzig— ich muß Ihnen vorher etwas darüber ſagen, denn ich mache Sie dadurch gewiſſermaßen zu meinem Vertrauten.“
„Sehr viel Ehre!“ erwiderte der Miethsmann mit einem etwas zweideutigen Lächeln, das aber für Chriſtian verloren ging. Dieſer fuhr auch, einmal in der Bahn, ruhig fort:
„Ich will heirathen.— Wenn man ein Geſchäft hat, thut ſich's s nicht mehr, daß man allein bleibt, und ich habe deshalb bei Vater Liſchke um die
Gerſtäcker. III. 2


