der Predigt ſelber hörte— folgte er doch den
frommen und guten Lehren, die ihm von der Kan⸗ zel gegeben wurden, und einen ehrlicheren, braveren Burſchen als ihn gab es nicht in den Colonieen.
Um etwas Anderes bekümmerte er ſich freilich
nicht. Die Politik, die ihm von je fern gelegen,
ging ihn ſeiner Meinung nach Nichts an, und daß er jetzt unter einer andern freiern Regierung lebte, wo der einzelne Bürger nicht allein das Recht, ſondern ſogar die Pflicht hatte, für ſich zu denken, konnte ihn eben ſo wenig berühren. Gerade wie der alte Liſchke, der ihm darin in erwünſchtem Beiſpiel voranging, überließ er das,
wie er ſich ausdrückte,„den Müſſiggängern, die
doch weiter nichts Anderes zu thun hätten.“ Zei⸗ tungen las er nie, oder nur höchſtens hinten die Annoncen, hielt auch natürlich keine, und ſeine ganze Bibliothek beſchränkte ſich auf eine Bibel, ein Geſangbuch, einen Katechismus und ein Paar Engliſche und Deutſche Traktätchen, die er von ſeinem Geiſtlichen erhalten. Zufällig hatte ſich zu dieſen Büchern noch ein altes Exemplar des illuſtrirten Pfennigmagazins gefunden, das er einmal mit für eine ſchlechte Schuld angenom⸗ men, und dann und wann konnte es geſchehen, daß er wohl Abends eine Stunde die wieder und wieder geleſenen alten Geſchichten durchblät⸗ 1⸗
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