Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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Er hob den Kopf empor und blickte in die holden Au⸗ gen der geliebten Gattin, auf das fröhliche Lächeln des klei⸗ nen, freundlichen Kindes.

„Annie!“ flüſterte er, und ein Strahl unendlicher Liebe leuchtete über ſein bleiches Angeſicht.

Er ſtand von ſeinem Sitze auf, aber das Lächeln war verſchwunden, jene ernſten Gedanken umſchatteten auf's Neue ſeine Seele. Er wandte ſich von ſeinem Weibe ab und ſchritt der Kammer zu, aus der er nie ohne fieberhaft glü⸗ hendes Auge und düſter gefaltete Stirne zurückkehrte.

„Oh Byrnewood, meide heute nur jenen Raum,“ bat die leiſe flehende Stimme ſeiner Gattin.„Nie hab' ich das auf ihr ruhende Geheimniß zu erforſchen geſucht, nie ihre Schwelle überſchritten, aber das weiß ich, daß Du nie ſo ernſt, ſo finſter biſt, als wenn Du auch nur einen Augen⸗ blick in ihr geweilt. Betritt heute das Zimmer nicht, Byr⸗ 4 newood, ich bitte Dich darum.“

„Heute, mein herziges Weib, meine theure Annie, zum letzten Male,“ flüſterte Byrnewood, während er den Schlüſ⸗ ſel aus ſeiner Taſche nahm und in das Schlüſſelloch ſteckte; „von morgen an verſpreche ich Dir, ſoll mich dieſes Zimmer nie mehr ernſt, nie mehr traurig ſtimmen.“

Mit ſchmerzlichen Lächeln dem treuen Weibe zunickend, öffnete er die Thür, betrat das Zimmer und zog dieſe hinter ſich wieder zu. Es war ein ſchmaler, langer Raum, mit einem einfachen Teppich, einem kleinen Tiſch in der einen