ſchein. Nie hatte der Himmel ſo wundervoll, der Fluß ſo reizend, die Stadt ſo ſchön, ſo heimathlich für ihn ausgeſehen. Das Boot landete. Mit einem Ausruf des Entzückens ſprang Lorrimer empor. Der volle Glanz der Sonne fiel über ſein männlich ſchönes Angeſicht— ſein Auge war voll Leben, ſeine ganze Geſtalt hob ſich höher und kräftiger, von dem neuen Gefühle der Sicherheit durchſtrömt, und in den wundervollen, vor ihm ausgebreiteten Anblick verſunken. „Haha,“ murmelte er in halblautem Ton—„haha— am Weihnachtsabend, bei Sonnenuntergang,„ſoll Einer von Euch durch des Anderen Hand ſterben“— der Schatten iſt von meiner Seele gewichen, die Prophezeihung iſt falſch. Er blickte auf die maſſiven Gebäude der Hafendämme hinüber. Als er aber noch ſo, mit ausgebreiteten Armen und lächeln⸗ dem Munde daſtand, zog ein am Boot vorbeiſchwimmender Gegenſtand ſeine Aufmerkſamkeit auf ſich. Es war eine, halb von ſchneeweißem Haar umgebene Pelzmütze, und während ein Ausruf des Erſtaunens ſeinen Lippen entfuhr, wandte er ſich um, gegen das Innere des Boots. Das Blut in ſei⸗ nen Adern erſtarrte zu Eis.* 3 Dort— dort— nur wenige Fuß von ihm henr, hinter dem alten Fiſcher, begegnete ſein Blick einem dunkel⸗ drohenden Auge, das in vernichtendem Haß auf ihn hinüber⸗ ſtarrte; dort ſah er eine hochemporgerichtete Geſtalt mit bleichem Antlitz und langen, wehenden Locken. Der alte Mann mit den ſilberweißen Haaren war verſchwunden,
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