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den breiten Strom mit den blutrothen Wellen! wer malte jene Gluthen ſprühende, untergehende Sonne! und mein eigenes Haupt, wie es unter die Fluthen ſinkt, und die Hand, die meine Kehle umſpannt hält, und den Fuß, der mich hinabtritt in die ſchäumende Fluth? Wer hat es gewagt, jene Geſtalten zu malen?“
Mit ausgeſtreckter Hand deutete er auf den Spiegel, und wandte ſein erdfahles Geſicht von Seite zu Seite, wäh⸗ rend ſeine Lippe zitterte, und das Auge in wildem, unheim⸗ lichem Feuer glänzte.
Jene Viſion hatte wieder in all' ihrer Furchtbarkeit ſeine Seele umnachtet;— Weihnachtsabend, der Fluß, der Tod, ſtanden in all' ihren Schrecken vor ſeinem inneren Auge.
„Auf dieſer Stelle ſollſt Du für Dein Verbrechen Rede ſtehen!“ rief der Bruder, und ſchritt auf den Wuſtling zu. „Ha Feigling— ſchweigſt Du? glaubſt Du mich durch ſolch' thörichtes Fratzenſpiel meinem Vorſatz untreu zu ma⸗ chen? Gut! können Worte Dich nicht zu einem Schatten von Männlichkeit emporrütteln, ſo nimm den entehrenden Schlag.“
Mit der geballten Fauſt traf er Lorrimer's Bruſt, und erfaßte ihn dann an der Kehle.
Erſtaunt umherblickend, machte ſich dieſer aber von dem Griffe des Wüthenden frei, und rief dann, als ſeine Blicke wieder auf den Spiegel fielen:


