Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Und Meier?

Einen vollen Monat hielt er das Glück ſeiner Ehe aus, einen vollen Monat ertrug er Herzeleid und Ohrfeigen im Hauſe und Spott und Gelächter auf der Straße— einen vollen Monat litt und duldete er wie ein an den Marterpfahl geſchmiedeter Indiani⸗

ſcher Häuptling, ohne Klage, ohne Murren; ſeinen

Grimm nur dann und wann, wenn es ihm ja einmal gelang einen Augenblick Ruhe zu erſtehlen, in Maſſen von Brandy und Mint Julep erſäufend. Eines Mor⸗ gens aber war er verſchwunden; die ganze Nacht über hatte Licht in Mr. Meiers Stube gebrannt und dieſe wahrſcheinlich mit immer wachſenden Grimm des rückkehrenden Gatten geharrt, aber— der kehrte nicht wieder.— Kein Dampfſchiff war abgegangen, kein Kahn wurde vermißt und doch blieb er ver⸗ ſchwunden, nach allen Richtungen flogen Boten aus — in allen Zeitungen ſtand das treu geſchilderte Bild des Verräthers, ſelbſt Charley Fiſcher wurde, jedoch ohne den gehofften günſtigen Erfolg, peinlich verhört— es war Alles vergebens.

Meier hatte ſich, ohne Geld, ohne Wäſche, nur mit dem was er gerade zufällig auf dem Leibe trug, dem ſtürmiſchen Meer des Lebens auf's Neue über⸗ laſſen— das, was ihm bevorſtand, däuchte ihm,