Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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ten Beinen und las den„brother Jonathan““. Neben ihm, ſeine Füße ebenfalls auf dem Geländer, die Hände aber behaglich über dem runden Bauche gefal⸗

tet und mit zufriedenem Lächeln die vorbeifliegenden

Baumwollen⸗ und Zuckerfelder betrachtend, ſaß ein kleiner wohlbeleibter Mann, der ebenfalls eine Plan⸗ tage am Atchafalaya in Louiſiana hatte, aber jetzt nach St. Louis hinauf wollte, um dort eine Erbſchaftsan⸗ gelegenheit in Ordnung zu bringen. Er unterhielt ſich mit einem jungen ſchlanken Mann, in einem einfachen braunen Ueberrock, der an einem der Stützpfeiler lehnte und mehremal über des Kleinen trockene Späße lä⸗ chelte, ſonſt aber etwas ſchwermüthig Finſteres im Blick hatte, das auch die Unterhaltung des Nachbars wohl auf Augenblicke verdrängen, aber nicht bannen konnte.

Es war ein Virginier, und ſein freier, ehrlicher Blick, ſeine hohe, von dunkelem Haar beſchattete Stirn und die ſcharfgezeichneten Braunen, die ſich

kühn über dem dunkelen Auge wölbten, ſtachen grell

gegen das bleiche Geſicht und die niedergeſchlagenen Blicke ſeines Nachbars zur Rechten, eines ſchlanken, ſchmächtigen Mannes, ab, deſſen Züge tiefes, ernſtes Nachſinnen verriethen, während er, an den Nägeln nagend, die ſchöne Landſchaft vor ſich wenig zu beach⸗