Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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ſondern mit der Pachtersfrau, Baronin von Gey⸗ feln, zu thun haben. Ich bedaure übrigens, daß Sie meinen Mann nicht zu Hauſe treffen, dem doch jedenfalls Ihr Beſuch gilt.

Soll ich aufrichtig gegen Sie ſein, ſchöne Frau, ſagte Herr von Silberglanz, indem er aufſtand, ſich ſein rechtes Knie mit dem Hute ab⸗ wiſchte, und den angebotenen Stuhl neben Geor⸗ ginen einnahm, ohne jedoch ihre noch immer gefaßte Hand loszulaſſen,wollen Sie mein ganzes Herz offen, ohne ein Fünkchen Falſchheit vor ſich aus⸗ gelegt haben?

Ich bin kein Anatom, beſter Baron, ſagte Georgine, ihm ihre Hand langſam entziehend,und doch wäre es vielleicht von Intereſſe, ſetzte ſie lächelnd hinzu,einmal das Herz eines ſo vollſtän⸗ dig civiliſirten Herrn genau ſtudiren zu können, wenn man nur eben auch wüßte, daß man nicht angeführt würde.

Göttliche Frau...

Ich bitte Sie ernſtlich, keine dieſer über⸗ ſchwänglichen Anreden mehr, wenn Sie wollen, daß ich Ihnen länger zuhören ſoll. Sie wiſſen, daß ich jetzt in anderen Verhältniſſen lebe alſo, was wünſchten Sie mir zu ſagen?

Theuerſte gnädige Frau, ſagte Herr von