Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

vatſtunden bekam; denn der große Burſche war in Allem, was Lernen botnaf noch hinter den kleinſten Knaben weit zurück! Ein junger Mann wurde dazu, trotzdem, daß ſich Georgine im Anfange da⸗ gegen ſträubte, in's Haus genommen und ihm die Aufſicht über den Knaben beſonders übergeben. Die Erzieherin, die Wolf von Geyerſtein für Jo⸗ ſephine beſorgte, erwies ſich ebenfalls vortrefflich, und in einigen Jahren hoffte Georg die Kinder ſo weit gebracht zu haben, daß ſie ſich, ihren Altersge⸗ noſſen gegenüber, nicht mehr zu ſchämen brauchten. Selbſt Georgine ſchien ſich in das neue Leben

zu finden, und beſonders waren es in der erſten Zeit die neuen Bekanntſchaften, die ſie feſſelten. Auf zwei Nachbargütern in der Nähe lebten näm⸗ lich zwei ſehr liebe Familien, ein ganz jung ver⸗ heirathetes Paar aus dem Preußiſchen, und ein alter mecklenburgiſcher Major, der hier ſehr bedeutende Beſitzungen mit beſonders herrlichen Waldungen liegen hatte. Dieſer brachte den größten Theil des Jahres auf ſeinem Gute zu, ſah ſehr viel Beſuch bei ſich und machte ein großes Haus, in dem die landesübliche Gaſtfreundſchaft im reichſten Maße herrſchte daß ihm die lebendige, bildſchöne neue Nachbarin dabei nur willkommen war, läßt ſich denken.