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Der Flatbootmann : amerikanische Erzählung / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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halb lag es in ſeinem Vortheil den Aufſeher hinzu⸗ halten.

Sein Hauptplan beſtand nämlich darin, mit den Negern heimlichen Branntweinhandel zu treiben, und der konnte nur dann für ihn erfolgreich ſein, wenn die Schwar⸗ zen Zeit behielten. Sie ſelber haben ſelten oder nie baar Geld, ſtehlen aber dafür Alles was ſie in der Nach⸗ barſchaft bekommen können. Die eigene und nächſte Plan⸗ tage ſchonen ſie allerdings ſoviel wie möglich— gerade wie es der Fuchs und Marder auf ihren Raubzügen machen— ſonſt aber iſt ihnen auch kein Platz zu entlegen, wo ſie Hühner, Ferkel, oder was ſonſt gerade zu bekommen iſt, finden können. Unverdroſſen laufen ſie die gauze Nacht hindurch, ja hetzen nicht ſelten ihrer Herren Pferde zu Schanden, und ſind am nächſten Morgen wieder ſo rüſtig und zeitig bei der Arbeit wie nur je. Wenn der Lohn der ſo ſtreng verbotene Branntwein iſt, dünkt ihnen keine Mühe zu groß, kein Weg zu weit.

In ein oder zwei Tagen ließ ſich aber kein ordent⸗ liches Geſchäft mit ihnen machen. Sie brauchten länger, in der ganzen Nachbarſchaft herumzukommen. Nur wenn er vier bis fünf Tage liegen blieb, durfte der Nankee hoffen, ſeine Zeit bezahlt zu bekommen. Dann freilich war es

aber auch gerathen, ſein Boot wieder loszuwerfen und den 4

freien Strom zu erreichen, denn kam ein oder der andere