Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sack griff, eine Hand voll Münzen herausnahm und in ſeine Weſtentaſche ſteckte.

„Du, laß mich auch einmal koſten,“ ſagte Juſtus—„ſchmeckſt Du prächtig!“

„Komm hier fort!“ ſagte Bux, den Sack wieder zubindend— hol's der Henker, der Teufel könnte doch noch ſein Spiel haben— dort drüben im Dickicht ſind wir ſicher.“

„Wenn wir nachher nur wieder zum Wege hinunter finden,“ meinte Juſtus ängſtlich.

„Narr, der Mond geht ja in einer Stunde auf,“ brummte der Bauchredner—„und hab' keine Angſt— ich führe Dich ſicher.“—

Jeremias, der einmal durch Zufall dieſen wun⸗ derlichen Stein gefunden und— weil er keinem Menſchen ſein mühſam erſpartes Geld anvertrauen wollte— zu ſeinem Depoſitorium benutzt hatte, war indeſſen wieder auf die andere Seite der Schlucht hinübergeſtiegen und wollte derſelben eben thalabwärts folgen, um zu dem Wege und in die Stadt zurückzukehren. Da entdeckte er an einer Stelle im Sand die Spuren eines Stiefels, welche ziemlich friſch zu ſein ſchienen, und er erſchrak heftig darüber. War er etwa von Jemandem bei ſeiner letzten Arbeit beobachtet? War ſein Verſteck entdeckt worden? Doch das konnte ja nicht ſein.