Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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von Schwartzau dieſe Gelegenheit zu benutzen, und ſelber nach der Inſel zu fahren.

Vom Director bekam er dazu außerdem noch den Auftrag, im Namen der Colonie die Klage gegen den Delegado und den braſilianiſchen Geiſt⸗ lichen anhängig zu machen, der eine proteſtantiſch

verheirathete Frau, ohne ſelbſt eine Scheidung für

nöthig zu halten, anderweit getraut hatte, wenn ſich Sarno ſelber auch wenig Erfolg von dieſem Schritte verſprach. Er kannte die Geiſtlichkeit Braſiliens und ärgerte ſich nur über die entſetz⸗ liche Gleichgültigkeit, mit welcher die deutſchen Proteſtanten dieſen Fall aufnahmen, der, wenn etwas Derartiges überhaupt geſchehen konnte, alle Familienbande in Frage ſtellte. Jeder pflicht⸗ vergeſſene Mann, jede treuloſe Frau brauchte ſich an ihre gültig geſchloſſene Ehe gar nicht mehr gebunden zu halten, und die Folgen blieben un⸗ abſehbar.

Nichtsdeſtoweniger nahmen es die Proteſtanten außerordentlich kaltblütig. Der Geiſtliche— ein guter Freund des Dom Franklin— wollte gar Nichts damit zu thun haben und behauptete, es ſei einfach eine Sache, welche die Gerichte anginge und von dieſen ſchon beſtraft werden würde, und die Coloniſten ſchimpften wohl und ſchlugen im