Gebirgsmaſſen waren durch die angeſchwellten Ströme wie von einander geriſſen worden, und einmal in die⸗ ſen Bergen, brauchte er nicht ſo leicht zu fürchten, einem Bekannten zu begegnen. Dort hinüber lag auch ſein Weg nach den nördlichen Minen, denn er mußte aus dem Bereich der Jeſus⸗Stämme ſobald als möglich zu kommen ſuchen.— Jetzt hatte er den Göpfel erreicht, keuchend blieb er ſtehen, durch kurze Raſt wieder friſche Kräfte zu ſammeln und ſah den Weg zurück den er eben gekommen, und der düſter und ſteil, wie aus einem Abgrund heraufführend, hin⸗ ter ihm lag.
In Oſten dämmerte der erſte Strahl des jungen Tages, in den Eichen fing der Morgenwind an zu flüſtern und leiſe, leiſe tönte dazu das ferne Geräuſch des ſprudelnden Bergſtromes herauf. Der Indier athmete hoch auf, als er aber den Kopf wandte, zuckte er gählings zuſammen, denn kaum zwanzig Schritte von ihm entfernt duckte ſich in dieſem Augenblicke— er konnte es deutlich erkennen,— eine menſchliche dunkle Geſtalt hinter einen umgeſtürzten Baum⸗ ſtamm, und ſchien in den Boden verſchwunden.
Das erſte Gefühl des Indiers mochte ſein ſich dem einzelnen Feinde geradezu entgegen zu werfen und den zu vernichten, der ſich ſeiner Flucht in den


