Licht übergoß, in dem dunkeln Nadelholz ſpielte, und die Wipfel der ſtattlichſten Bäume, die je mein Auge geſehn, mit ihrem letzten Kuß berührte.
Eine heilige Stille lag auf dem Wald— nur leiſe, leiſe rauſchte der leichte Abendwind in dem blitzend⸗ funkelnden Laub. Wie ein feiner Duft zogen dünne luftige Nebel⸗Schatten über das getherreine Firma⸗ ment, und das dumpfe ferne Brauſen des unten da⸗ hin ſchießenden Stromes, zu weit entfernt die ſüße Ruhe des Ganzen zu ſtören oder zu unterbrechen, tönte wie ferner Orgelklang in gewaltigen tief in die Seele greifenden Akkorden herauf.
„Na, Gott ſtraf mich, Müller, Sie möchten da wohl heute den ganzen Abend liegen bleiben?“ platzte Förſterling endlich heraus.— ollen Sie denn nicht dafür ſorgen, daß Hayer und Renich ein Feuer vorfinden?“
„Bah, die kommen noch lange nicht,“ ſagte Mül⸗ ler ziemlich beſtimmt, aber doch mit einiger morali⸗ ſchen Zerknirſchung, denn ſie konnten allerdings jeden Augenblick kommen. Er ſprang auch in die Höhe, warf ſeine Decke an die linke Zeltſeite und ging jetzt eruſtlich daran, ebenfalls Holz herbei zu tragen ehe es dunkel würde, und die ſonſt nöthigen Vorbereitungen zu treffen.


