Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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gebracht? frug da der Wirth, als Jener eine Weile geſchwiegen und ſein Mahl beendet hatte.

Hierher gebracht? ſagte Schöffelwas An⸗ deres, als einem der Laffen den Bedienten zu machen. Mußte unſerem Förſter ſein Gewehr herüberbringen Gott verdamm' mich, wenn die jetzt nicht ſo vor⸗ nehm werden, daß ſie die Flinte nicht einmal mehr ſelber tragen mögen aber hm unterbrach er ſich plötzlich, leerte ſeinen Krug und warf einen flüchtigen, aber vorſichtigen Blick dabei in der ziemlich leer gewordenen Wirthsſtube umher.

Hier, Roſel, mehr Bier, ſagte Kerdelmann laut, eines der Mädchen herbeirufend, und bis das Getränk gebracht war, wechſelten die Beiden weiter kein Wort. Kerdelmann merkte jedoch, daß der Andere irgend et⸗ was auf dem Herzen habe, und hütete ſich daher dop⸗ pelt, ſich neugierig zu zeigen. Daß Schöffel bei ihm eingekehrt war, hatte jedenfalls einen Grund. Aber

es blieb immer beſſer, daß Kerdelmann Jenen davon

anfangen ließ, als daß er ihn ausfrug.

Schöffel ſchien nichtsdeſtoweniger etwas Aehn⸗

liches zu erwarten, und nur als Kerdelmann hartnäckig

ſſcchwieg und ruhig mit den Fingern auf dem Tiſch trommelte, begann er nach längerer Pauſe:

Sagt einmal, Kerdelmann, was habt Ihr den