gebracht?“ frug da der Wirth, als Jener eine Weile geſchwiegen und ſein Mahl beendet hatte.
„Hierher gebracht?“ ſagte Schöffel—„was An⸗ deres, als einem der Laffen den Bedienten zu machen. Mußte unſerem Förſter ſein Gewehr herüberbringen — Gott verdamm' mich, wenn die jetzt nicht ſo vor⸗ nehm werden, daß ſie die Flinte nicht einmal mehr ſelber tragen mögen— aber— hm“— unterbrach er ſich plötzlich, leerte ſeinen Krug und warf einen flüchtigen, aber vorſichtigen Blick dabei in der ziemlich leer gewordenen Wirthsſtube umher.
„Hier, Roſel, mehr Bier,“ ſagte Kerdelmann laut, eines der Mädchen herbeirufend, und bis das Getränk gebracht war, wechſelten die Beiden weiter kein Wort. Kerdelmann merkte jedoch, daß der Andere irgend et⸗ was auf dem Herzen habe, und hütete ſich daher dop⸗ pelt, ſich neugierig zu zeigen. Daß Schöffel bei ihm eingekehrt war, hatte jedenfalls einen Grund. Aber
es blieb immer beſſer, daß Kerdelmann Jenen davon
anfangen ließ, als daß er ihn ausfrug.
Schöffel ſchien nichtsdeſtoweniger etwas Aehn⸗
liches zu erwarten, und nur als Kerdelmann hartnäckig
ſſcchwieg und ruhig mit den Fingern auf dem Tiſch trommelte, begann er nach längerer Pauſe:
„Sagt einmal, Kerdelmann, was habt Ihr den


