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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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beſtand; eine tiefe Stille, ein ewiges Schweigen herrſch⸗

te in dieſer ungeheuren Einſamkeit; man ſah da kein ein⸗ ziges Inſect, keinen Vogel; und der Hiumel von lich⸗ tem Blaue, war rein und ohne Gewölke. 1

Der Anblick dieſer unendlichen Wüſte brachte Anfangs in mir das angenehmſte Gefühl hervor; betreten, von Bewunderung ergriffen ſtand ich unbeweglich, verſenkt in eine Art von Entzücken; Ich bin erfreut, ſagte die Fee zu mir, daß Ihnen dieſer Ort gefällt; ſeiner Natur gemäß muß er die Lebhaftigkeit einer zu glühenden Ein⸗ bildungskraft mildern; aber dieß iſt eine Wirkung, die man nur von der Zeit und dem Nachdenken erwarten darf. Drum will ich, daß Sie hier verbleiben: Sie

werden hier niemals die geringſte Veränderung wahrneh⸗

men; dieſer Himmel wird für Sie immer gleich heiter ſeyn; nie wird das geringſte Wölkchen ſeine Reinheit trüben; Sie werden in Zukunft weder Nacht noch Mor⸗ genroth ſehen; Sie werden nie unter der Veränderlich⸗ keit der Jahreszeiten leiden; dieſes Grün iſt unverwelk⸗ lich, und das Licht, welches hier kagt, wird ewig gleich glänzend ſeyn. Nachdem die Fee geendet hatte, verur⸗ theilte ſie mich mit einem immer gleichen und majeſtäti⸗

ſchen Schritt dreißig Jahre lang auf dieſem bezauberten