Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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Kind verloren! Mein Weib befindet ſich

in einem bedauernswürdigen Zuſtande!

Ich weiß, wie treu und muthig deine Freundſchaft iſt. Die zwey Zwillingsſchwe⸗ ſtern, denen dein Schutz ſo heilſam war, haben mir von deiner zärtlichen Sorgfalt für uns genaue Rechenſchaft abgelegt. Komm: der einzige Troſt, deſſen ich fähig bin, iſt, mit einem wahren Freunde trauern zu können; bringe Ines und deine Kinder mit. Dein Aſyl ſey jenes, das du ſelbſt be⸗ zeichneteſt, nämlich das Haus von Gon⸗

zala, du wirſt dich noch erinnern. Es wurde⸗

zwar geplündert und verheert, doch wer⸗ den ſchon die nöthigen Verbeſſerungen vorgenommen, und ſind in einem Mo⸗ nate vollendet. Inzwiſchen wirſt du auf dem Landgute bey uns bleiben, wo wir uns gegenwärtig aufhalten. Außer dem Umkreiſe des Thals wirſt du einen Wagen finden, und der Bothe, den ich dir ſende, wird dir zum Wegweiſer dienen. Ich bitte dich alſo, komm um Himmels willen ohne Verzug zu uns.