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w 18 wnr ſeine Drohungen zum Schweigen, ſagte uns, er führe ſie in's Schloß, leiſte Bürgſchaft für ſie, und werde uns im Saale erwarten, wo Iſabella alſogleich wieder mit ihm zuſammen kommen ſollte, ſobald ſie Donna Bianca auf das Zimmer der Ines geführt hätte. Als Schildwachen ſtellte er unſere zwey Bedien⸗ ten an dem Thore auf. So hatten wir die Übermacht im Schloſſe, und konnten nach Gefallen ſchalten, da nur drey bis vier männ⸗ liche und einige weibliche Domeſtiken daſelbſt verweilten. Ich folgte Donna Bianca in je⸗ nen düſtern Thurm, doch wurden wir einig, daß ich nicht ſogleich in Ines Zimmer eintre⸗ ten ſollte, um ihr nicht einen gefährlichen Schrecken zu verurſachen.
Ich blieb bey der halb geöffneten Thüre ſtehen, und harrte daſelbſt, über eine halbe Stunde, in einem Zuſtande von Angſt und Rührung, der ſich nicht beſchreiben läßt. Mir entging nicht eine einzige Sylbe von dem, was ſie ſprachen. Zuerſt trat Iſabella ganz allein hinein; Ines lag zu Bette, eine bren⸗ nende Lampe neben ihrem Nachtlager. Als


