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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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Kaiſerin, wurden vorübergeführt; Alles war in Bewe— guͤng, und die Unruhe ging auf beide Frauen über: ſie verlangten des heitern Tages, der anmuthigen,

waldduftigen Umgebung froh zu werden.

Der Doctor mußte nun doch dem Zufall einiges Zugeſtändniß machen. Er rechnete dabei aber insge⸗

heim auf ſein ſcharfes Auge, mit welchem er denſelben aus der Ferne ein wenig zu beherrſchen dachte.

Nach dem Frühſtücke führte er beide Frauen über das geſchmückte Enzbrückchen vor das Hotel. Alles lag

hier noch ſtill um die ruhende Kaiſerin; nur der Gärtner beſchäftigte ſich die Wege zu ſäubern, und

die Blumenrabatten längs des Stutzmäuerchens zu

begießen, das den Hügel des Hotels gegen den vor⸗

überziehenden. Weg umfaßt. Das ſtattliche Haus und

der Seitenpavillon mit dem Vorbau der hohen Treppe

waren mit Zierpflanzen und tropiſchen Gewächſen aus

den Hofgärten des Königs beſetzt und geſchmückt.

Am Ende des Gartens betraten unſere Freunde die herrliche Anlage, die zu beiden Seiten des lebhaft ſtrömenden Gebirgsfluſſes hinzieht. Sie athmeten die reine, bewegte Luft in den ſchattigen Hallen mächtiger Kaſtanien, durch deren wiegende Aeſte nur einzelne Sonnenblicke gaukeln. Tiſche und Bänke ſtehen an allen

guten Plätzen. Man kommt, um hier nicht bloß zu wan⸗

deln, ſondern auch ſtundenlang zu ruhen, mit leichter