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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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ſondern es galt um die Klugheit des Benehmens zwiſchen der alten und der neuen Herrſchaft, wenn beide ſich entzweiten.

Ueber die Gräfin ſelbſt ſchien eine heitere Ent⸗ ſchloſſenheit gekommen. Sie ging lebhaft hin und wieder, und öffnete wirklich ihren Schreibtiſch, um Briefpapier zurecht zu legen. Es war ihr nämlich begegnet, was man im Leben nicht ſelten an ſich ſelbſt erfährt, daß uns bei verworrenem Seelenzu⸗ ſtande, gerade in Augenblicken wo wir unſerer Sor⸗ gen vergeſſend auf etwas Aeußerliches achten, uner⸗ wartet ein hülfreicher Gedanke, wie eine Eingebung aufblitzt. So war ihr unter der Beſprechung mit dem alten Chriſtian, vielleicht durch das Wort: vor⸗ nehme Perſonen in der Reſidenz plötzlich einge⸗ fallen, ſich an ihren vertrauten Freund in der Um⸗ gebung des Königs, an den Hofmarſchall von Bar⸗ chim, zu wenden, ihm ihre Verlegenheit wegen Alberts mitzutheilen und ihn zu irgend einer klugen Vermitt⸗ lung anzuregen. Sie deutete auf eine Einberufung Alberts, wodurch er dem widerwärtigen Verhältniß raſch entzogen würde. So konnte ihm der Abſchied von Mariannen erleichtert, oder im andern Falle ſein Widerſtand auf die einfachſte Weiſe gebrochen werden. Von dieſem Schritte gab ſie zugleich ihrer Freun

din Dahn Nachricht, indem ſie ihr überließ, was